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Stolpersteine gegen das Vergessen

Der Opfer des Nationalsozialismus wurde mit der Verlegung von „Stolpersteinen“ durch den Künstler Gunter Demnig in Herzogenrath gedacht. Die Aktion soll auch in diesem Jahr fortgesetzt werden.

Der Herzogenrather Arbeitskreis „Wege gegen das Vergessen“ hatte am 15.12.2009 die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, weiterer acht Opfern des Nationalsozialismus, allesamt ehemals Einwohner der heutigen Stadt Herzogenrath, zu gedenken.

Wie bereits im Vorjahr für Leo Cytron und Josef Buchkremer wurde der Kölner Künstler Gunter Demnig beauftragt, „Stolpersteine“ für Wilhelm, Klara, Edith und Ingeborg Rubens, Dr. Siegfried Jacobi, Josef Spiegel, Hannetta Rubens-Weil und Karl Rubens anzufertigen und je einen „Stolperstein“ vor ihrem letzten Wohnhaus zu verlegen.

Mit dieser Aktion sollten diese jüdischen Bürger aus Herzogenrath, die Ausgrenzung, Entrechtung, Vertreibung und Deportation erleiden mussten und bis auf Edith Rubens ermordet wurden, sozusagen „nach Hause geholt“ werden. Es wurden Orte des Erinnerns geschaffen, damit ihre Namen nicht verloren gehen.

Bürgermeister Christoph von den Driesch, der an der Zeremonie teilnahm, bedankte sich ausdrücklich bei den Mitgliedern des Arbeitskreises für ihre wichtige Arbeit. Außerdem begrüßte er es, dass so viele Bürgerinnen und Bürger an der Veranstaltung teilnahmen, darunter zahlreiche Schülerinnen und Schüler von Herzogenrather Schulen.

Für den Arbeitskreis „Wege gegen das Vergessen“ ist es erfreulich, dass alle „Stolpersteine“ durch Spenden aus der Bevölkerung und von Vereinen bezahlt werden konnten. Ebenso wurde begrüßt, dass für fast alle Steine Paten gefunden wurden, die sich verpflichteten, künftig nach diesen zu sehen und ab und zu dafür zu sorgen, dass deren Schrift lesbar bleibt.

Besonders gefreut haben sich die Arbeitskreismitglieder darüber, dass sich im Zuge der diesjährigen Aktion einige Zeitzeugen gemeldet haben, die wichtige Informationen über das Schicksal weiterer Opfer des Nationalsozialismus aus Herzogenrath mitteilen werden.

Dieser Menschen soll in 2010 mit weiteren „Stolpersteinen“ gedacht werden.

Denn wie sagte Bürgermeister Christoph von den Driesch: „Das Erinnern darf nie aufhören, damit sich diese schlimmen Ereignisse nie wiederholen!“

 
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