„Da macht auch das Prüfen mehr Spaß“, sprudelte es aus Jörg Sennewald, dem stellvertretenden Präsidenten der Gemeindeprüfungsanstalt NRW, bei seinem Arbeitsbesuch in Herzogenrath heraus. Die Gemeindeprüfungsanstalt hat den Auftrag, alle Kommunen innerhalb des Landes NRW regelmäßig auf die Wirtschaftlichkeit ihres Verwaltungshandeln hin zu überprüfen.
Die aktuellen Ergebnisse dieser Prüfung wurden nun in Rodas Rathaus den Fraktionsvorständen und dem Verwaltungsvorstand präsentiert.
In den Prüffeldern Finanzen, Personal, Jugend, Gebäudewirtschaft und Bauleistungen hatte ein siebenköpfiges Prüfteam recherchiert und bewertet.
„Die Stadt Herzogenrath ist gut aufgestellt und verfügt über eine straffe Organisationsstruktur“, fasste der Teamleiter des Prüfteams, Thomas Görtz, den Gesamteindruck zusammen.
Überragende Vergleichswerte erzielten die Rodastädter insbesondere im Gebäude- und Energiemanagement sowie bei der Organisation des Vergabewesens und der Korruptionsprävention.
Kritische Töne gab es zu den Kosten der Straßenbeleuchtung. „Hier werden wir die Anregungen der Gemeindeprüfungsanstalt sofort aufgreifen und in intensive Gespräch mit unserem Energieversorger eintreten“, betonte Bürgermeister Christoph von den Driesch. Auch eine weitere Optimierung der Betreuung der Kinder und Jugendlichen in Herzogenrath ist ihm ein wichtiges Anliegen. Trotz guter Ergebnisse möchte er Präventionsmaßnahmen und Personaleinsatz in diesem Bereich weiter verstärken. So sind erste Personalmaßnahmen im Allgemeinen Sozialen Dienst bereits umgesetzt; Personalverstärkungen bei der mobilen Jugendarbeit / Streetwork und der Schulsozialarbeit in den Grundschulen sind ebenfalls bereits in der politischen Diskussion.
Auch beim Thema Schuldenabbau sieht die oberste NRW-Prüfinstanz die Rodastädter auf einem guten Weg. Mit einem Paukenschlag konnte Kämmerer Detlef Zähringer hierzu für das Krisenjahr 2009 aufwarten: „Der städtische Schuldenberg konnte im Wirtschaftskrisenjahr 2009 um weitere 5,4 Millionen Euro abgebaut werden“.
Die hiermit verbundenen Entlastungen beim Kapitaldienst haben Bürgermeister und Kämmerer bereits bei Einbringung ihres Haushaltsentwurfes für das Jahr 2010 durch Ausweisung entsprechender zusätzlicher Investitionsmaßnahmen in positive Energie für Herzogenrath umgesetzt.
Die Pro-Kopf-Verschuldung in Herzogenrath konnte somit innerhalb eines Jahres von 1.073 Euro auf 960 Euro reduziert werden und liegt somit weit unter dem Mittelwert vergleichbarer Kommunen in NRW.