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Freie Fahrt für Busse in Herzogenrath

Durch eine Vorrangschaltung für die Busse werden künftig die Wartezeiten vor den Ampeln verringert. Im kommenden Jahr werden in Herzogenrath neun Lichtsignalanlagen entsprechend ausgerüstet – ein Gewinn für alle Verkehrsteilnehmer.

Frohe Botschaft für alle ÖPNV-Nutzer in Herzogenrath: Die Nahverkehr Rheinland GmbH hat einen Zuwendungsantrag der ASEAG genehmigt. Mit den Fördermitteln wird die ASEAG im kommenden Jahr neun Lichtsignalanlagen entlang der Landstraßen 223 und 232 und an einer Anlage an der K 29 in Herzogenrath-Mitte mit einer Lichtsignalvorrangschaltung ausrüsten.

Bürgermeister Christoph von den Driesch: „Herzogenrath hat in Sachen Verkehr viele Herausforderungen zu meistern. Insbesondere unsere zentrale Achse von Norden nach Süden, die L 232, ist von einem starken Verkehrsfluss betroffen, der natürlich auch vom ÖPNV genutzt wird. Die Vorrangschaltung ist ein wichtiges Instrument, um das ÖPNV-Angebot zu stärken.“ Der Verwaltungschef betont, dass ein attraktiver ÖPNV in Zeiten eines verstärkten Umwelt- und Mobilitätsbewusstseins ein wichtiger Faktor für eine Stadt ist.

Seit einigen Jahren ist die Vorrangschaltung bereits im Stadtteil Kohlscheid im Einsatz und hat dort auch nachweislich zu Fahrzeitverkürzungen geführt. Der Ausbau der Vorrangschaltung im Herzogenrath Stadtgebiet  wird auch mit Blick auf den Stadtteil Merkstein ausgeführt, dessen Anschluss an das System in Zukunft ebenfalls beabsichtigt ist.

„Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen beteiligten Behörden funktionierte ganz hervorragend. Das ermöglichte uns eine schnelle planungsreife Umsetzung der Maßnahme“, so Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer Nahverkehr Rheinland GmbH. Jährlich investiert sein Unternehmen ca. 65 Millionen Euro in neue Fördermaßnahmen im Bereich des ÖPNV. Das Gesamtvolumen für die Erweiterung der Vorrangschaltung in Herzogenrath beläuft sich auf ca. 400.000 Euro, hiervon fördert die Nahverkehr Rheinland GmbH 85 Prozent,  die übrigen 15 Prozent werden von der ASEAG und der Stadt Herzogenrath finanziert.

Hermann Paetz, Centerleiter Verkehr bei der ASEAG, setzt bei dieser Maßnahme auch geringere Betriebskosten, weniger Störungen, größere Pünktlichkeit und damit auf mehr und zufriedenere Kunden.  Mit den neuen Signalprogrammen kann der Bus sich frühzeitig per Funksignal an der Lichtsignalanlage anmelden und diese anschließend bevorzugt passieren. Um keine Nachteile für den Individualverkehr zu verursachen, werden die Fahrzeugströme künftig mit Videodetektoren erfasst, um durch die verkehrsabhängige Steuerung möglicherweise entstehende Nachteile für den Individualverkehr auszugleichen.

Insgesamt wird der Verkehrsablauf mit dieser Maßnahme eine Verbesserung erfahren, von der alle Verkehrsteilnehmer profitieren werden.

 
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