Am Tag nach der offiziellen Preisverleihung in Aachen begrüßt Bürgermeister Christoph von den Driesch den diesjährigen Friedenspreisträger mit Vertretern des Aachener Friedenspreiskomitees und des Arbeitskreises Peru im Herzogenrather Rathaus.
Pater Arana ist ein Hoffnungsträger für die Belange der oftmals geschundenen Südamerikaner. Dabei betont er, wie komplex und schwierig die Friedensarbeit in dieser Region ist. Wegen seines sozialen Engagements wurde er verfolgt, ausspioniert und erhielt Morddrohungen. Die Herausforderungen, denen er sich stellen muss, um eine gerechte Lösung mit friedlichen Mitteln anzustreben, sind enorm.
„Es ist mir eine große Ehre einen Menschen begrüßen zu dürfen, der sich in seinem Heimatland Peru so außerordentlich in friedvoller Weise für die Rechte von Mensch und Natur einsetzt. Gottes Schöpfung ist uns anvertraut. Mit ihr müssen wir sinnvoll und nachhaltig umgehen – überall auf der Welt. Marco Arana ist ein besonderes Vorbild für uns in Europa“, so Bürgermeister Christoph von den Driesch.
Im Dezember 2004 wurde Padre Marco Arana Zegarra, Cajamarco, der peruanische Menschenrechtspreis zugesprochen: „Für seinen außerordentlichen Einsatz als Mediator im Minenkonflikt Cerro Quilish, in dem er den Dialog gefördert hat, und dafür, dass er friedliche Lösungen in Auseinandersetzungen gesucht hat, die in Cajamarca aufgebrochen sind.“ Aufgrund seines Engagements als Politiker – er wird für das Präsidentenamt kandidieren – wurde er vom Priesteramt suspendiert.
Marco Arana wurde mit dem Aachener Friedenspreis 2010 ausgezeichnet, wie er sich als unermüdlicher und hartnäckiger Verfechter der Menschen- und Umweltrechte erwiesen hat. Seit über 20 Jahren kämpft Pater Arana für die Bauern der betroffenen Gemeinden im Nordwesten Perus, die durch den rücksichtslosen ausbeuterischen Abbau von Gold großen Schaden Gesundheit und Existenz erlitten haben.
„Ich bin dem Arbeitskreis Peru dankbar für den tollen Vorschlag Marco Arana Zegarra zum diesjährigen internationalen Friedenspreisträger zu benennen“, so der Vorsitzende des Aachener Friedenspreiskomitees, Karl-Heinz Otten.
Seit über 20 Jahren treffen sich die 10 Mitglieder des Arbeitskreises und haben in dieser Zeit schon viel von den peruanischen Freunden gelernt. Ein wichtiges Fazit für die Mitglieder ist dabei auch die Erkenntnis, dass Glauben und Leben nicht trennbar sind, sondern zusammen gehören.
Marco Arana: „Es ist nicht einfach in Peru zu arbeiten, aber „wer mit Tränen säht, wird mit großer Freude ernten“. Bewegende Worte eines Mannes, der seinen geknechteten Landsleuten Hoffnung und Mut machen will. Sein Leitspruch lautet: „Vamos caminando – Lasst uns gemeinsam gehen!“
Mit seiner Kandidatur für das Präsidentenamt will er Zeichen setzen – gegen Ausbeutung und die Verachtung der armen Bevölkerung in Peru. Dabei träumt er von Frieden und Gerechtigkeit und vielleicht sogar von einer Schule für Vertreter der sozialen Bewegung.
Arana ist ein Mensch, der für seine Überzeugung lebt und für diesen Idealismus alles gibt. Er ist ein Mensch, der unsere ganz besondere Hochachtung verdient. Ein äußeres Zeichen unseres Respektes vor solchen Persönlichkeiten ist die Verleihung des Aachener Friedenspreises ( www.aachener-friedenspreis.de).
Übrigens:
Am 14. September startet eine Sponsorenfahrt für Peru von Radfahrern in Herzogenrath-Straß, Josefstr.6. Wer diese Aktion unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen. Weitere Infos erteilt Marlene Seeger, Arbeitskreis Peru, 02406/3555.