Nach den „Zivis" kommen die „Bufdis". Herzogenrath ist dabei und wirbt bei den Bürgerinnen und Bürgern für den Bundesfreiwilligendienst.
„Die Stadt Herzogenrath war bisher anerkannte Stadt für den Zivildienst und hat drei Plätze in öffentlichen Einrichtungen angeboten. Dieses Angebot soll auch mit der Abschaffung des Zivildienstes und der Einführung des Bundesfreiwilligendienstes erhalten und bei entsprechender Nachfrage weiter ausgebaut werden", erklärt die zuständige Sozialdezernentin Birgit Froese-Kindermann.
Mit der Einführung des neuen Bundesfreiwilligendienstes zum 01. Juli 2011 bietet die Stadt Herzogenrath zunächst zwei Stellen für interessierte und engagierte Menschen an, die sich für das Allgemeinwohl einsetzen möchten.
Mädchen und Jungen, Frauen und Männer nach Erfüllung der Vollschulzeitpflicht sowie Seniorinnen und Senioren wird damit – unabhängig von Alter und Nationalität - die Möglichkeit geboten, sich für einen Zeitraum zwischen 6 und 18 Monaten im sozialen und gemeinnützigen Bereich der Stadt aktiv einzubringen. Es werden Einsatzstellen beim Team Jugendarbeit oder im Familienzentrum „Villa Kunterbunt" offeriert. Diese umfassen z.B. die Mitarbeit in den städtischen Jugendeinrichtungen, auf dem Abenteuerspielplatz und bei den Ferienspielen sowie organisatorische Einsätze für die integrative Tageseinrichtung und die Zusammenarbeit mit Kindern von zwei bis sechs Jahren in einem interdisziplinären Team.
Die Bundesregierung stellt mit insgesamt 350 Millionen Euro so viel Geld wie noch nie für freiwilliges Engagement bereit. Neben dem Bundesfreiwilligendienst kommt dieses Geld auch dem Freiwilligen Sozialen Jahr und dem Ökologischen Jahr zugute.
Der Bundesfreiwilligendienst startet nach Angaben des Familienministeriums zu Beginn des Monats Juli mit rund 17.300 Freiwilligen. Ab 2012 rechnet die Bundesregierung im Schnitt mit rund 35.000 Teilnehmern pro Jahr.
Gerne würde die Stadt auch ein Netzwerk mit den ehemaligen Zivildienststellen in Herzogenrath schaffen, um den effektiven Austausch untereinander zu fördern, um im Stadtgebiet möglichst einheitliche Regelungen für den Einsatz der Bundesfreiwilligen, im Volksmund auch kurz „Bufdis" genannt, zu schaffen. Ebenso bietet die Stadt Hilfestellung für Organisationen und Einrichtungen, die künftig als Einsatzstelle für den Bundesfreiwilligendienst anerkannt werden wollen, an.
„Erklärtes Ziel des Bundesfreiwilligendienstes ist es, vielen Menschen einen Einsatz für die Allgemeinheit zu ermöglichen und dabei zu helfen die Lücke zu schließen, die das Auslaufen des Zivildienstes hinterlässt. Wir in Herzogenrath sind dabei als anerkannte Einsatzstelle für den Bundesfreiwilligendienst!", so Detlef Zähringer, Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer, der ganz besonders an das soziale Engagement aller Bürgerinnen und Bürger appelliert.
Kontakt und Bewerbungen:
Ulla Marx, Tel.: 02406/13605, kiga-strass@web.de
Oliver Krings, Tel.: 02406/83147, oliver.krings@herzogenrath.de .