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Bürgerarbeit – Herzogenrath wählt innovativen Ansatz

Ende 2010 wurde durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie den „Europäischen Sozialfonds Deutschland“ das Projekt „Bürgerarbeit“ für die Zielgruppe der Langzeitarbeitlosen ins Leben gerufen.

Die Stadt Herzogenrath war eine der ersten Kommunen in der StädteRegion, die die Initiative ergriffen hat und sich schnell sicher war: „Bei uns wird es Bürgerarbeitsplätze geben“.

Dabei gingen die Rodastädter bewusst einen eigenen Weg in der Realisierung:

Zum einen sollte keiner der ursprünglich 21 zur Verfügung stehenden Bürgerarbeitsplätze bei der Stadt Herzogenrath selbst eingerichtet werden. Es sollten ausschließlich ortsansässige Träger bzw. Vereine und deren oftmals rein ehrenamtliches Wirken durch den  Einsatz von Bürgerarbeiterinnen und Bürgerarbeitern unterstützt werden.

Unter Federführung des Ersten Beigeordneten und Stadtkämmerers Detlef Zähringer holte man sich frühzeitig die Kompetenz des ortsansässigen Nell-Breuning-Hauses dazu, das neben der Arbeitgebereigenschaft auch die sozialpädagogische Begleitung der Beschäftigten übernehmen sollte.
Hierbei profitiert das Nell-Breuning-Haus von langjährigen Erfahrungen in diversen sozialen und arbeitsmarktpolitischen Projekten.

Bürgermeister Christoph von den Driesch erläutert die Zielsetzung dieser Grundsatzentscheidung:
„Wir wollen den Bürgerarbeiterinnen und Bürgerarbeitern optimale Rahmenbedingungen verschaffen. Dazu gehört neben der eigentlichen Tätigkeit am Bürgerarbeitsplatz auch die sozialpädagogische Begleitung, ergänzt um entsprechende allgemeine Weiterbildungs- und individuelle Fördermaßnahmen.Das Nell-Breuning-Haus ist hierfür unser idealer Partner vor Ort.“

Die Menschen leisten etwas für unsere Gesellschaft im Interesse des Allgemeinwohls der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Herzogenrath. Das verdient Respekt, Anerkennung und eine gute Begleitung, so  Leo Jansen für die Geschäftsführung  des Nell-Breuning-Hauses (NBH).

Nach dieser Grundsatzentscheidung kamen vielfältige Interessenbekundungen diverser Träger aus dem Stadtgebiet. Mit tatkräftiger Unterstützung des Jobcenters der StädteRegion Aachen wurden insgesamt 24 Anträge auf Bürgerarbeit beim Bundesverwaltungsamt eingereicht und die Besetzung der genehmigten Stellen ab dem 1. Dezember 2011 auf den Weg gebracht.

In 16 Projekten haben bei 9 unterschiedlichen Trägern zwischenzeitlich 18 Bürgerarbeiter/innen ihre Arbeit aufgenommen. Sie leisten in den unterschiedlichsten Einrichtungen wie z. B. dem Förderverein  für Arbeit, Umwelt und Kultur, Tellerrand St. Josef e. V., dem Forum für Kunst und Kultur, dem Nell-Breuning-Haus, dem FrauenKomm, Burg Rode e.V. oder der AWO Herzogenrath-Mitte einen wichtigen Beitrag für das Herzogenrather Gemeinweisen. 

Die Projektleitung liegt bei Kirsten Haase, Geschäftsführung NBH und Claudia Jansen, pädagogische Mitarbeiterin. Sie gewährleisten und koordinieren das vertrags-, sozialrechtliche und sozialpädagogische Angebot des Nell-Breuning-Hauses und koordinieren die Zusammenarbeit mit den Einsatzstellen, der Stadt Herzogenrath, der Städteregion Aachen, der Förderstelle des Bundes und dem hiesigen Jobcenter.

Neben der auf drei Jahre angelegten  wertvollen Arbeit  der Bürgerarbeiter/innen für die jeweiligen  Einsatzstellen hoffen alle Beteiligten zudem, dass durch diese Maßnahme das eigentliche Ziel – die Vermittlung der Beschäftigten auf den ersten Arbeitsmarkt – nicht aus den Augen verloren wird und die Phase der Bürgerarbeit  zur nachhaltigen sozialen und beruflichen Integration der Beschäftigten beiträgt.

 

 
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