Herzogenrath - das historische Städtchen an der Wurm - pflegt seit mehr als einhundert Jahren eine besondere Beziehung zur biblischen Gestalt des großen Führers der Israeliten. Aus dem mehr oder weniger zufälligen Ursprung dieses Verhältnisses ergab sich ein Stück Heimatgeschichte, die weit über den engen örtlichen Bereich hinaus Interesse und Beachtung gefunden hat:
Die Geschichte des Moses von Herzogenrath
Sie begann eigentlich damit, dass im Jahre 1852 in den nahegelegenen Sand- und Kiesgruben von Nivelstein bei Herzogenrath, ein neuer Sandstein entdeckt wurde, der besonders hart und haltbar war. Um den Baustoff bekannt zu machen, beauftragte der fromme Ingenieur Dunkel aus Herzogenrath den ebenso frommen Bildhauer Wings aus Baesweiler, seinen Mitbürger, einen gigantischen Moses aus dem Stein zu hauen: 3,80 Meter groß und 7,5 Tonnen schwer. "Es war ein netter Moses à la Michelangelo", wissen noch alte Herzogenrather zu berichten.